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Nummer 1:

Vor 2 Jahren, als mein ExEx sich in eine andere verliebte, obwohl er sie ne getroffen hat, hat er mich 2 Monate in der Luft hängen lassen. Er konnte sich nicht entscheiden. Will er sie? Oder will er mich? 2 Monate war für ihn alles "wie immer". Nur war er nicht bereit mir Dinge zu sagen, die mir unheimlich gut getan hätten. Kein einfaches "Ich hab dich lieb", kein "Ich vermisse dich" wenn wir abends telefonierten. Stattdessen immer nur das Gleiche...
ER fühlt sich so schlecht. ER weiß nicht, was ER tun soll. ER will mich nicht verlieren. ER will mir nicht weh tun. ER kann sich aber nicht entscheiden. SIE ist doch so eine liebe. SIE ist doch was ganz Besonderes. SIE hat nur noch keine Zeit gefunden, sich mit IHM zu treffen. SIE liegt IHM so am Herzen.
DIESE Dinge hat er mir gesagt.... Aber eben nicht die Dinge die von Bedeutung waren                                                     .
Ich zog mich zurück, ließ ihn machen und kämpfte gegen Wut, Trauer, Angst, Hass, Liebe. Kämpfte zusätzlich mit Problemen auf meiner Arbeit, mit meiner Diplomarbeit und meinem bevorstehenden neuen Lebensabschnitt. Und er? Er machte sich "Gedanken" - aber er vergaß dabei etwas ganz Wichtiges: mich!
Irgendwann konnte ich nicht mehr. Wir stritten uns am Telefon... SIE habe schon wieder keine Zeit und er wäre jetzt soooo traurig! Er wollte, dass ich ihn tröste, ihn bemitleide.... Aber ich fragte ihn nur, wie er sich denn die Zukunft vorstelle? Er war sprachlos... schwieg. Dann.... "Ich muss darüber nachdenken. Ich rufe dich nachher noch mal an!" Aufgelegt!
Der nächste Anruf... Es war so, als ob nie ein Streit vorgefallen wäre, als ob er nicht einmal noch eine ANDERE hätte... Nein... Nichts dergleichen. ER war fröhlich. Und ich? Ich spürte jede einzelne, fröhliche Silbe wie einen Messerstich in meiner Seele. Fröhlich? Warum ist er so verdammt fröhlich? Und ich???? ICH? Was, verdammt noch mal, ist mit mir? Irgendwann: aufgelegt! Ich hätte schreien können, hätte alles kurz- und kleinschlagen können. Aber ich tat es nicht. Stattdessen widmete ich mich wieder meiner Diplomarbeit.
Am späten Abend dann der Anruf: "Ich komme gleich vorbei und bring dir deine Sachen." Aufgelegt! Ich musste schlucken, aber... ich war befreit. Frei von der Angst, frei von dem Schmerz, frei von dem Hass und der Wut. Ich war erlöst worden. Er lässt mich los!

Ich hatte zwischenzeitlich viel über mich und die Beziehung gelernt. Ich hatte neue Menschen kennengelernt, die mir Kraft gaben, die mich aufbauten, de mir halfen zu verstehen. Alles natürlich nur rein virtuell. Unter ihnen war ein junger Mann. Er mühte sich mit mir ab, machte mir Mut, gab mir das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Ich vertraute ihm, baute auf ihn und fand Geborgenheit, Motivation, Zuspruch. Während ich mit den Dämonen des Verlassenen und Verletzten kämpfte, schickte er mir Engel, die an meiner Seite mit mir kämpften. Ich gewann wieder meine Fassung, fand Halt im Leben und fand ein neues Selbstbild.

Doch aus dem "lieben Kerl" wurde ein aufdringlicher Mann. Er schickte Bilder, die ich nicht sehen wollte, drängte, dass wir uns mal im realen Leben treffen, wurde intimer. Ich habe lange überlegt, beratschlagt, meine Gedanken hin- und hergewälzt, bis ich mich dazu entschied, mich auf ihn einzulassen. Und dann?

Er schrieb immer seltener. Wurde distanzierter, machte mir Vorwürfe. Ich plumpste in ein Loch. Immer und immer tiefer fiel ich, bis ich mit einem harten Schlag aufkam. Ich stand vorsichtig auf und sah, dass alles mühsam gekittete in noch viel kleineren Scherben vor mir lag, als bevor.

 

Nummer 2:

Ich fing an unter Tränen jeden einzelnen Splitter mit der Hand aufzusammeln. Ich nutze keinen Besen, mit dem es viel schneller gegangen wäre. Ich quälte mich selbst, strafte mich für meine Dummheit. WARUM? Warum nur habe ich ihm vertraut? Ich konzentrierte mich wieder auf das Forum. Bat um Hilfe, ließ mich aufbauen, schöpfte neue Kraft.
Es war wieder ein Mann, der mir half, sehr viel half. Ich will meine beste LKF-Freundin nicht vergessen, aber sie selbst hatte viele Probleme, musste mit ihnen klar kommen... Und so schrieb ich mit ihm. Eine PN nach der anderen. Ich vertraute ihm Dinge an, die sonst keiner wusste. Viele im Forum behaupteten, wir würden flirten. Taten wir das? Vielleicht... Aber wir taten es öffentlich. Er gab mir (für alle lesbar) ein bisschen von der Geborgenheit, die ich schon seit Jahren in meinem Leben vermisste. Jene, die damals (vor ungefähr 1,5 - 2 Jahren) schon im Forum unterwegs waren und meine Threads gelesen haben, werden sich bestimmt noch daran erinnern.
Jedenfalls kam der Tag, an dem wir uns über ein Treffen einig wurden. Wir wollten gemeinsam ins PhantasiaLand fahren. Gesagt, getan. Wir hatten einen schönen Tag. Wir unterhielten uns viel, sprachen auch von Angesicht zu Angesicht über Gott und die Welt...
Nach diesem Tag hielten wir noch für 4 - 6 Wochen regelmäßigen Kontakt. Danach schlief er ein. Wir schrieben uns hin und wieder noch die ein oder andere SMS, aber das ging meist von mir aus. Ich habe es mittlerweile aufgegeben.
Und so verschwand Nummer 2 aus meinem Leben....

Nummer 3:

Die Trennung von meinem ExEx war keine vor 4 Wochen, als ich auf den Junggesellinnenabschied meine besten Freundin ging. Ich habe mich sehr darüber gefreut, weil es mich ein bisschen aus meinem Trott, meinen Schmerzen und meiner Trauer herausriss. Ich bin mit dem Gedanken, Spaß zu haben, aus dem Haus gegangen. Also hatte ich Spaß. Die ganze Truppe (6 Personen) bewaffnete sich mit Alkohol, Aufgaben für die Braut und mit guter Laune und so zogen wir los. Die erste Flasche Sekt war schon leer, als wir am 15 Minuten entfernten Bahnhof ankamen, die zweite wurde noch auf dem Bahnsteig geköpft. In der S-Bahn liefen wir von Waggon zu Waggon und ließen die Braut ihre Aufgaben erledigen. In einem der Waggons befand sich eine grupper fröhlicher, hübscher und junger Männer. Alle auf einem Junggesellenabschied. Wir unterhielten uns, teilten unsere Getränke und unsere Laune. Braut wie auch Bräutigam waren in der Lage, ihre Aufgaben zu erledigen und ich... ja... ich unterhielt mich mit Nummer 3.
Nummer 3 kam aus Baden-Württemberg und verließ in wenigen Wochen Deutschland. Er wollte ein Auslandssemester in Thailand machen. Ich unterhielt mich lange mit ihm, bis meine Truppe weiterziehen wollte. Wir verabschiedeten uns mit einem fröhlichen "Ade" und waren weg. In der großen Stadt angekommen zogen wir los in Richtung Kneipenmeile. Dort traf ich Nummer 3 (auch bekannt als "Frosch" imemr wieder mal. Wir unterhielten uns, quatschten, lachten und hatten Spaß. Ich hatte mich lange nicht mehr so amüsiert, wenn ich ausgegangen bin. Irgendwann meinte der Frosch dann, dass er mir jetzt seine E-Mail-Adresse geben würde. So könne ich ihm hin und wieder mal schreiben, während er in Thailand sei. Er würde sich freuen. Also habe ich ihm einige Tage nach dem Junggesellinnenabschied geschrieben. Es kam auch bald eine Antwort und so kam es, dass wir uns bald täglich schrieben. Ich stand morgens extra früh auf, um noch vor dem Frühstück seine Mails zu lesen und blieb abends extra lange auf, um ihn vielleicht noch im ICQ anzutreffen.
Da er Silvester 06/07 in Thailand verbringen würde, wünschte er mir kurz vor Weihnachten schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Er schrieb, dass er sich freue, mich kennengelernt zu haben und dass dies eins der wenigen schönen Erlebnisse des Jahres war. Ich war glückselig. Sagte er mir doch, dass ich nicht "irgendeine Frau" bin. Er gab mir auch seine thailändishe Handynummer, sodass ich ihm mal schreiben könne, wenn ich mag. Gesagt getan. Ich schrieb ihm ein paar Tage später und so kam es zu einem regen SMS-Austausch. Wieder von seiner Rundreise durch Thailand zurück schrieb er lange Mails... Erzählte von seiner Arbeit, von sich und von seinen Erlebnissen in Thailand. Bald wurde aus dem normalen Text Gedichtform und so verfasste er mir ein Gedicht nach dem anderen. Waren sie gut? Waren sie schlecht? Ich weiß es nicht. Ich wage nicht mehr, das zu beurteilen. Er wurde persönlich, schrieb von seiner zerbrochenen Seele, von seiner Sehnsucht nach Befreiung. Ich antwortete, indem ich meine verletzte Seele offenbarte, meinen Kampf beschrieb und meinen Willen nicht aufzugeben. Wir machten uns gegenseitig Mut, gaben uns Kraft und kämpften Seite an Seite um ein bisschen Glück.
Zurück in Deutschland ward es auf einmal ruhiger. Er hatte viel zu tun... Die Diplomarbeit, seine Rückkehr, die Arbeitssuche und und und... Wir schrieben uns seltener E-Mails, trafen uns aber regelmäßig im ICQ an und tauschten uns aus, spielten Pool und lachten. Ja, wir flirteten sogar. Wir machten aus, dass er mich besuchen kommt, besprachen das Datum und planten einige Aktivitäten. Danach war Funkstille. Ich sah und las nichts mehr von ihm. Auf SMS bekam ich keine Antwort mehr und E-Mails wurden sowieso ignoriert. Also gab ich auf... Nicht lange danach traf ich ihn im ICQ an. Ich konfrontierte ihn mit seinem Schweigen. Er entschuldigte sich, erklärte, sagte und tat... Ich nahm es ihm ab und war wieder zufrieden. Glücklich darüber, dass ich ihn wieder hatte. Zu dem Zeitpunkt führten wir beide eine Beziehung und ich war froh, meinen guten Freund wieder zu haben...
Aber bald stand ich wieder alleine da... Mein Ex verließ mich und ich war fix und fertig. Der Frosch war da, wollte mir helfen, fragte nach, was er tun könne... Aber es gab nichts, was er hätte tun können. Er baute mich auf, indem er flirtete... Er gab mir wieder etwas Selbstbewusstsein. Er schrieb seine Diplomarbeit, bat mich, sie Korrektur zu lesen und munterte mich auf. Er gab mir die Möglichkeit, mich abzulenken. Er erzählte von den Problemen mit seiner Freundin, welche ein Auslandssemester in Irland machte und ich baute ihn auf, ermutigte ihn, nicht aufzugeben. Denn gerade er wusste doch wie es ist, ein halbes Jahr im Ausland zu sein...
Nachdem er seine Diplomarbeit fertig hatte, flog er nach Irland zu seiner Freundin. Er kam zurück und sagte nur: "Wann kommst du mich besuchen? Ich bin wieder solo!" Wir unterhielten uns eine Weile darüber, dass wir uns dann doch endlich nochmal treffen könnten. Jetzt, wo er keine Diplomarbeit mehr schreiben musste, hatte er ja wieder Zeit. Irgendwann musste ich nach München und bin bei ihm vorbeigefahren. Spontan fragte ich, ob er Zeit für ein Treffen habe. Nein... Er müsse arbeiten und danach auf einen Junggesellenabschied. Nun gut... Wir verabredeten uns für ein anderes Wochenende. Ich sollte zu ihm fahren.
In der Woche vor dem Treffen fragte ich an, wann ich denn zu ihm kommen könnte. Nichts. Keine Antwot. SMS kamen nicht an, Handy war aus, E-Mails wurden ignoriert und ebenso die Nachrichten im ICQ. Ich war stinksauer, hätte ihn am liebsten geohrfeigt. Aber das Schlimmste war, dass wir bereits einen gemeinsamen Trip nach Berlin (über Silvester) gebucht und auch schon bezahlt hatten. Ich wusste nicht, was los ist... Wie es weitergehen soll. Ich hörte von Oktober bis Mitte Dezember rein gar nichts mehr von ihm. Und dann wurde mir das zu viel. Ich schrieb eine distanzierte, höfliche aber auch fordernde E-Mail mit der Bitte um Auskunft über Hotel und seine Ankunftszeit. Er antwortete. Nicht distanziert, nicht vorsichtig, sondern so, wie früher... Aber ich fiel diesmal nicht drauf rein. Ich war vorsichtig, hielt emotionalen Abstand. Einen Tag vor meinem Abflug nach Berlin rief er an. Ich ließ ihn spüren, dass ich verärgert war, konnte aber nicht offen sprechen, da ich auf einer Geburtstagsfeier war und sämtliche Verwandte mithören konnten. Morgen war ja auch noch ein Tag.
Ja, es war ein Tag... Aber er war Horror. Wir taten so, als wäre alles in bester Ordnung, beschnupperten uns, er stellte mir seine besten Freundinnen vor, die auch mit waren. Wir unternahmen viel... Und abends... Da lief dann alles schief, wir stritten uns. Und haben die restlichen Tage bis zum Abflug nicht mehr genießen können. Am letzten Abend unterhielten wir uns. Er ging zu weit. Er meinte, ich hätte nichts in meinem Leben erreicht, mein Beruf (der mein Traumberuf ist) sei absolut überflüssig und ich und mein Leben seien nichts wert.
Mich trafen diese Worte mitten ins Herz. Und seitdem.... Ja, seitdem bin ich nicht mehr dieselbe...
Er hinterließ nicht nur einen Scherbenhaufen, sondern ein einziges Häufchen Elend. Und obwohl ich weiß, dass er kein Recht dazu hatte, mir all diese fiesen Dinge an den Kopf zu schmeißen, so wälze ich sie auch heute (5 Monate später) noch in meinem Kopf hin und her.

 

Nummer 4:
Mir ist es derzeit nicht möglich, über Nummer 4 zu sprechen. Geht nicht. Aber es ist ebenso beschissen, wie mit  den Nummern 1-3!

 

Mein Fazit:

Ich baue zu viel auf die Männer in meinem Leben. Verlasse mich zu sehr auf sie... Ich sauge alles auf, was sie mir geben, wie ein Schwamm und wenn es irgendwann aufhört, trockne ich ganz schnell aus. Ich muss also aufhören, auf die Männer zu bauen. Sie sind nicht dafür geeignet mich mit meinen Problemen zu ertragen, mich aufzubauen und mir zu helfen. So traurig es auch klingen mag...

6.6.08 22:15
 


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