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Gedanken zu meinem Wochenende

Nachdem mein Wochenende in Stuttgart ausgefallen ist, habe ich mich kurzentschlossen für eine Party bei einer Freundin angemeldet.
Ich denke nicht, dass das Wochenende hätte schöner verlaufen können, wenn ich nach Stuttgart gefahren wäre. Ich kenne meine Freundin nun schon seit 15 Jahren und auch wenn wir uns nur selten sehen, so ist es doch jedes Mal so, als wären wir tags davor noch zusammen weg gewesen. Ich genieße einfach die Tatsache, dass ich in ihrer Anwesenheit so sein kann, wie ich wirklich bin. Nachdenklich, draufgängerisch, rotzfrech, superlieb... Ich habe so viele Seiten an mir, die nicht jeder kennt. Nicht jeder hat das Vertrauen verdient, meine größten Ängste zu kennen. Aber sie ist eine der Wenigen. Es macht mit ihr immer viel Spaß, einfach nur zu Hause zu sitzen und zu quatschen, raus zu gehen und die Männerwelt auf den Kopf zu stellen, nur um dann wieder gemeinsam über unsere Partner (ok, meine potentiellen und ihren Mann) zu reden. Es ist erfrischend, weil wir beide unsere Entwicklung im Laufe der Zeit mitgemacht haben. Sie ist eine wunderbare Frau und jemand, mit der ich mich noch nie habe streiten können. Ich schätze sie und ihre Meinung sehr.

Wäre ich am Freitag nach Stuttgart gefahren, so hätte ich mich mit einem guten Bekannten getroffen und hätte vermutlich einen Freund bei meiner Abreise zurückgelassen. Vor knapp 15 Monaten bin ich diesem Menschen begegnet und seither hatten wir mal mehr, mal weniger Kontakt. Er munterte mich auf, wenn es mir schlecht ging, rückte mir gleichzeitig (von ihm unbemerkt) den Kopf zurecht, wenn es notwendig war.

Ich bin kein Mensch, der leicht zu handhaben ist und gleichzeitig stelle ich keine hohen Ansprüche an meine Mitmenschen. Ich weiß, wie schwer das Leben ist, ohne auch noch den Ansprüchen anderer gerecht werden zu müssen. Ich bin mein ärgster Feind, mein größter Kritiker und mein eigener Untergang.
Ich fasziniere meine Mitmenschen, weil ich sehr offen und auch ehrlich bin. Ich bin keine typische Frau, was mir auch von Freunden immer wieder bestätigt wird, was sich unter anderem darin zeigt, dass ich es hasse, shoppen zu gehen - egal, ob Schuhe oder andere Bekleidung. Allerdings fasziniere ich meine Mitmenschen mit meinem Verhalten nicht nur, sondern ich erschrecke sie. Meine größte Erwartung an meine Mitmenschen ist, dass sie mir antworten, wenn ich mich bei ihnen melde. Ignoranz kann ich so gar nicht vertragen. Eine schmerzliche, aber ehrliche Antwort ist mir lieber, als tagelanges "Nichtshören". Kein Mensch mag es, ignoriert zu werden. Das sage ich regelmäßig einer Freundin, die sich dann ein paar Wochen lang bemüht, mir zu antworten und anschließend wieder in ihr altes Verhalten zurückfällt. Ich habe mich daran gewöhnt, jedoch werde ich es nie verstehen und akzeptieren können.
Viele Freundschaften sind durch dieses Verhalten zu Bruch gegangen. Andere wiederum haben sich stetig verändert. Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nicht. Besagte Freundin hat mich schon so oft ignoriert, mir schon so oft keine Antwort auf meine Fragen gegeben und trotz allem sind wir noch immer befreundet. Allerdings ändert sich diese Freundschaft immer mehr. Nicht mehr lange und es ist nur noch eine Bekanntschaft. Aber so ist der Weg des Lebens. Wir treffen Menschen, die uns eine Zeit lang begleiten und dann wieder verschwinden. Wir treffen Menschen, die uns auf Anhieb sympathisch sind und mit denen wir gerne eine Freundschaft pflegen möchten. Und wir treffen Menschen, mit denen wir unser Leben teilen möchten, solange wir noch auf dieser Erde wandeln. Zu diesen Menschen zählen nicht nur unsere Partner, sondern auch jene Freunde, die stets einen Teil von uns besser verstehen, als wir selbst. Ich bin dankbar dafür, eine solche Freundin zu haben. Dankbar dafür, dass sie mir meine Fehler zugesteht, dass sie kein böses Wort für mich hat, auch wenn sie mein Verhalten nicht versteht. Und ich bin dankbar dafür, dass sie immer die richtigen Worte findet, um mich aus dem tiefsten Loch wieder herauszuholen.

Ich bin im Laufe meines Lebens schon vielen Menschen begegnet.
    Menschen, die ihre eigenen Ängste überspielt haben, in dem sie sich über andere Menschen lustig gemacht haben - sie sind mir näher, als ich mir selber.
    Menschen, die trotz fortwährender Schicksalsschläge niemals aufgehört haben zu lachen - sie sind mir ein großes Vorbild.
    Menschen, die den Weg nicht kennen, aber ihr Ziel nie aus den Augen lassen - ich bewundere sie für ihren Mut.
    Menschen, die mich besser verstehen, als ich mich selbst - ich bin ihnen dankbar, dass sie ihre Geheimnisse über mich für sich behalten.
    Menschen, die mich auch in meiner größten Not zum Lachen bringen können - ich bin froh, dass ich ihnen begegnen durfte.
    Menschen, die mich immer wieder auffangen, wenn ich falle - ich bin stolz, ihre Freundin sein zu dürfen.

Es sind noch viele weitere Menschen, denen ich für ihre Freundschaft dankbar bin. Sie sind das Wichtigste im Leben! 

In diesem Sinne...
euer  Kamelchen

30.10.07 14:37
 


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