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Ein neues Leben

Hallo liebster ...,

soeben hat der Film seinen Abschluss gefunden, meine Gedanken sind wirr und ohne Zusammenhang. Tauchen auf und verschwinden wieder. Manche wiederholen sich, sind ausgeprägt und stark. Andere wiederum sind nur in weiter Ferne und ansatzweise vorhanden.
Ich stelle fest, dass es Zeit wird, allein zu sein. Die Stille der Natur zu genießen, das Rauschen des Windes zu hören, die Kälte der Luft zu spüren und das Funkeln der Sterne zu betrachten. Die Gedanken zu ordnen, um ein neues Leben beginnen zu können. Ein Leben voller Elan und Zuversicht. Ein Leben, in dem ich nicht verzweifle, weil die Prüfungen gar zu hart sind, sondern ein Leben in dem ich mich mit aller Kraft den Aufgaben stelle, ein Leben in dem ich gewillt bin, endlich meinen eigenen Weg zu finden.

Ich möchte die Vollkommenheit der Natur genießen können, innere Ruhe und Ausgeglichenheit finden, indem ich meine Lungen mit der kühlen Luft des Herbstes fülle, das alte Laub endlich abschüttle und nach einer Winterpause - in der ich neue Kraft sammeln werde - ein neues Leben beginne.
Viel ist dafür nötig. Ausreichend Geborgenheit und Schutz vor der Kälte und dem Frost, Kraft den eisigen Stürmen zu widerstehen und die Gewissheit, dass der Frühjahr kommt - mit all seiner Pracht und Schönheit.

Ich hoffe, dass ich all dies vorfinde, wenn ich am Ende meines Weges angekommen bin.

Gute Nacht
Dein Engel
14.10.07 23:46


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Perfektionismus

Ok, ihr werdet mich jetzt sicher alle für verrückt erklären, aber ich bin von Zeit zu Zeit sehr nachdenklich (siehe letzten Blog) und ich grüble nun schon seit einiger Zeit über den Perfektionismus in unserer Gesellschaft und unserem Leben nach.

Mein Gedankengang ist folgender:
Jeder Mensch strebt nach Perfektionismus. Er möchte perfekt sein im Beruf sowie im Privatleben.

Erfolgreiche Manager, Politiker, aber auch Sänger, Künstler oder Schauspieler. Sie alle streben nach dem perfekten Verhalten, dem perfekten Ergebnis und dem perfekten Ablauf, eben nach dem perfekten Erfolg.
Warum aber, streben die Menschen gleichzeit nach der Liebe, wo diese doch so unperfekt ist, wie sie es nur sein kann.
Oder kann die Liebe auch perfekt sein?

Irgendwie drehe ich mich hier immer im Kreis, denn wie kann etwas perfekt sein, dass so vertraut ist und gleichzeitig so fremd ist? Kann irgendeiner unter euch Lesern behaupten, seinen Partner 100% zu kennen?

Was bedeutet für euch Perfektionismus? Egal, ob im Beruf oder m Privatleben. Heißt es, erfolgreich sein? Aber wer definiert denn das Wort erfolgreich? Bin ich erfolgreich, wenn ich es schaffe, morgen vor 8 h aufzustehen, obwohl ich normalerweise nie vor 9 h aufstehe? Oder bin ich erfolgreich, wenn ich ein kleines und bescheidenes, aber dennoch funktionierendes und wirtschaftliches Unternehmen aufgebaut habe? Oder bin ich nur dann erfolgreich, wenn ich Manager bei Siemens, Daimler, Mercedes, der Deutschen Bahn oder sonst was, bin? Heißt "erfolgreich sein" "unser Land regieren"?

 

So, genug philosophiert. Ein Ergebnis erwarte ich so oder so nicht, denn ich denke einfach, dass Perfektionismus und Erfolg rein subjektiv zu betrachten sind.

 

In diesem Sinne noch eine angenehme Nacht

Euer Kamelchen 

24.10.07 00:21


Frösche

Wer kennt sie nicht? Die Frösche. Sie sind entweder niedlich, klein und grün oder hässlich, groß und braun.
Ihr Gequake kann ab und an nervig werden, jedoch muss frau wissen, wie sie damit umzugehen hat.

Im Prinzip hat jeder Frosch ein großes Maul - aber auch nur auf die Entfernung. Oder hat euch ein Frosch schon mal richtig laut ins Gesicht gequakt? Nein? Verständlich! Immerhin sind Frösche sehr ängstlich. Solange ihnen keine Gefahr droht quaken und quaken und quaken sie. Aber sobald sich Gefahr nähert, halten sie schön das Maul dicht, damit sie ja nicht entdeckt werden. Sie machen sich ganz klein, verstecken ihre grünen, niedlichen Körper im Gras. Ja, jetzt wisst ihr, warum sie grün sind. Damit sie sich im Gras gut verstecken können....

Jedenfalls, sie verstecken sich da und warten darauf, dass die Gefahr vorüber ist. Mal sind sie noch recht neugierig und kommen schnell wieder aus ihrem Grasversteck hervor, quaken ganz laut und hoffen, dass der Feind schon weit genug weg ist.
Mal sind sie auch sehr vorsichtig, warten Ewigkeiten, bis der Feind weg ist, weil sie Angst davor haben, dass der Feind doch noch in der Nähe ist.
All das ist ja noch ganz normal. Und schlimm ist es auch nicht, schließlich gibt es bei uns Menschen auch die ein oder andere neugierige Nase, genauso wie den ängstlichen Hasen, der lieber wartet, bis der Feind gegangen sein MUSS.
Aber das sind ja noch lange nicht alle Möglichkeiten. Da gibt es noch eine. Eine ganz unausstehliche Variante des feigen Frosches ist jener, der sich versteckt und der Meinung ist, es sei besonders erheiternd und lustig, wenn er das Rufen und das Locken des Feindes ignoriert, im Gras hin und her hüpft und von den verschiedenen Richtungen aus ein ganz lautes "QUAAAAAK" von sich gibt.

Sicher, durch das wiederkehrende Quaken weiß der Feind, dass der Frosch noch lebt, dass ihn noch kein anderer Storch gefressen hat, aber ist es nicht so, dass der Feind das Gefühl hat, der Frosch würde ihn nicht ernst nehmen und ihm auf der Nase rumtanzen? Fühlt sich der Feind dadurch nicht verletzt?

Nun gut, kommen wir mal zu dem Punkt, an dem der Feind den frechen Frosch doch gefangen hat. Wie fühlt es sich an, einen Frosch in der Hand zu halten? Nun, ein Frosch ist kalt und glibberig. Optimal für diese Kreatur. Zum einen weil der Frosch gerne seine Spielchen mit seinem Feind treibt und sein Äußeres sein Inneres widerspiegelt und zum anderen weil der Frosch so vor zu hartnäckigen Feinden mit zu festem Griff geschützt ist. Wieso geschützt? Na, ganz klar: der Frosch ist so glibberig, dass er beim festeren Zudrücken des Feindes aus dessen Hand davonschießt und wieder seine Freiheit genießt.

Und die Moral von der Geschicht:
Frösche küsst frau - oder nicht!


In diesem Sinne....

Einen schönen Abend wünsche ich euch noch. 

25.10.07 20:01


Gedanken zu meinem Wochenende

Nachdem mein Wochenende in Stuttgart ausgefallen ist, habe ich mich kurzentschlossen für eine Party bei einer Freundin angemeldet.
Ich denke nicht, dass das Wochenende hätte schöner verlaufen können, wenn ich nach Stuttgart gefahren wäre. Ich kenne meine Freundin nun schon seit 15 Jahren und auch wenn wir uns nur selten sehen, so ist es doch jedes Mal so, als wären wir tags davor noch zusammen weg gewesen. Ich genieße einfach die Tatsache, dass ich in ihrer Anwesenheit so sein kann, wie ich wirklich bin. Nachdenklich, draufgängerisch, rotzfrech, superlieb... Ich habe so viele Seiten an mir, die nicht jeder kennt. Nicht jeder hat das Vertrauen verdient, meine größten Ängste zu kennen. Aber sie ist eine der Wenigen. Es macht mit ihr immer viel Spaß, einfach nur zu Hause zu sitzen und zu quatschen, raus zu gehen und die Männerwelt auf den Kopf zu stellen, nur um dann wieder gemeinsam über unsere Partner (ok, meine potentiellen und ihren Mann) zu reden. Es ist erfrischend, weil wir beide unsere Entwicklung im Laufe der Zeit mitgemacht haben. Sie ist eine wunderbare Frau und jemand, mit der ich mich noch nie habe streiten können. Ich schätze sie und ihre Meinung sehr.

Wäre ich am Freitag nach Stuttgart gefahren, so hätte ich mich mit einem guten Bekannten getroffen und hätte vermutlich einen Freund bei meiner Abreise zurückgelassen. Vor knapp 15 Monaten bin ich diesem Menschen begegnet und seither hatten wir mal mehr, mal weniger Kontakt. Er munterte mich auf, wenn es mir schlecht ging, rückte mir gleichzeitig (von ihm unbemerkt) den Kopf zurecht, wenn es notwendig war.

Ich bin kein Mensch, der leicht zu handhaben ist und gleichzeitig stelle ich keine hohen Ansprüche an meine Mitmenschen. Ich weiß, wie schwer das Leben ist, ohne auch noch den Ansprüchen anderer gerecht werden zu müssen. Ich bin mein ärgster Feind, mein größter Kritiker und mein eigener Untergang.
Ich fasziniere meine Mitmenschen, weil ich sehr offen und auch ehrlich bin. Ich bin keine typische Frau, was mir auch von Freunden immer wieder bestätigt wird, was sich unter anderem darin zeigt, dass ich es hasse, shoppen zu gehen - egal, ob Schuhe oder andere Bekleidung. Allerdings fasziniere ich meine Mitmenschen mit meinem Verhalten nicht nur, sondern ich erschrecke sie. Meine größte Erwartung an meine Mitmenschen ist, dass sie mir antworten, wenn ich mich bei ihnen melde. Ignoranz kann ich so gar nicht vertragen. Eine schmerzliche, aber ehrliche Antwort ist mir lieber, als tagelanges "Nichtshören". Kein Mensch mag es, ignoriert zu werden. Das sage ich regelmäßig einer Freundin, die sich dann ein paar Wochen lang bemüht, mir zu antworten und anschließend wieder in ihr altes Verhalten zurückfällt. Ich habe mich daran gewöhnt, jedoch werde ich es nie verstehen und akzeptieren können.
Viele Freundschaften sind durch dieses Verhalten zu Bruch gegangen. Andere wiederum haben sich stetig verändert. Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nicht. Besagte Freundin hat mich schon so oft ignoriert, mir schon so oft keine Antwort auf meine Fragen gegeben und trotz allem sind wir noch immer befreundet. Allerdings ändert sich diese Freundschaft immer mehr. Nicht mehr lange und es ist nur noch eine Bekanntschaft. Aber so ist der Weg des Lebens. Wir treffen Menschen, die uns eine Zeit lang begleiten und dann wieder verschwinden. Wir treffen Menschen, die uns auf Anhieb sympathisch sind und mit denen wir gerne eine Freundschaft pflegen möchten. Und wir treffen Menschen, mit denen wir unser Leben teilen möchten, solange wir noch auf dieser Erde wandeln. Zu diesen Menschen zählen nicht nur unsere Partner, sondern auch jene Freunde, die stets einen Teil von uns besser verstehen, als wir selbst. Ich bin dankbar dafür, eine solche Freundin zu haben. Dankbar dafür, dass sie mir meine Fehler zugesteht, dass sie kein böses Wort für mich hat, auch wenn sie mein Verhalten nicht versteht. Und ich bin dankbar dafür, dass sie immer die richtigen Worte findet, um mich aus dem tiefsten Loch wieder herauszuholen.

Ich bin im Laufe meines Lebens schon vielen Menschen begegnet.
    Menschen, die ihre eigenen Ängste überspielt haben, in dem sie sich über andere Menschen lustig gemacht haben - sie sind mir näher, als ich mir selber.
    Menschen, die trotz fortwährender Schicksalsschläge niemals aufgehört haben zu lachen - sie sind mir ein großes Vorbild.
    Menschen, die den Weg nicht kennen, aber ihr Ziel nie aus den Augen lassen - ich bewundere sie für ihren Mut.
    Menschen, die mich besser verstehen, als ich mich selbst - ich bin ihnen dankbar, dass sie ihre Geheimnisse über mich für sich behalten.
    Menschen, die mich auch in meiner größten Not zum Lachen bringen können - ich bin froh, dass ich ihnen begegnen durfte.
    Menschen, die mich immer wieder auffangen, wenn ich falle - ich bin stolz, ihre Freundin sein zu dürfen.

Es sind noch viele weitere Menschen, denen ich für ihre Freundschaft dankbar bin. Sie sind das Wichtigste im Leben! 

In diesem Sinne...
euer  Kamelchen

30.10.07 14:37





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